Entries tagged as rfid

RFID Zapper

Tuesday, July 8. 2008, 23:55
RFID ZapperUnter fachmännischer Anleitung durfte ich mir heute einen eigenen RFID Zapper basteln.

Video vom 22C3 (RFID-Zapper-Teil startet ab 19:00)

»Für ein Morgen in Freiheit« in Köln

Sunday, March 16. 2008, 18:29
Für ein Morgen in FreiheitUnter dem Motto Für ein Morgen in Freiheit gingen gestern circa 2000 Menschen für Datenschutz und gegen Überwachung in Köln auf die Straße.

Ich könnte nun über die übliche Promifixierung rumnörgeln (ein »Ordner« wies mich an, ich solle doch bitte nicht vor den Promis laufen, damit die Presse die besser ablichten kann), die Tatsache, dass Volker Beck zwar die Doppelzüngigkeit der FDP anprangerte (deren Innenminister in NRW für das kürzlich gekippte Gesetz verantwortlich war, was ich bislang auch nicht wusste), aber wohl die Historie rot-grüner Bürgerrechtspolitik vergaß (Biometriepass, Anti-Terror-Pakete). Aber das nur am Rande.

Erwähnenswert scheint mir noch, dass eine Gruppierung, die sich Anti-Genozid-Bewegung nennt, dort massiv aufschlug (Link erscheint mir der Nachvollziehbarkeit halber notwendig, auch wenn mir bewußt ist, dass ich deren PR dadurch erhöhe). Ich zitiere einfach mal eines ihrer in großer Anzahl vorhandenen Pamphlete:
Seit 2000 Jahren weiß alle Welt, dass es jedem Menschen, der an den Gott der Bibel glaubt, strikt untersagt ist, irgendein Kontrollsystem, ein Charagma oder ein Erkennungs-Merkmal an seinem Leib anzunehmen, weder in Form einer sicht- oder unsichtbaren Tätowierung, noch eines unter die Haut gestochenen Chips. Wider dieses Wissen wird dennoch zielstrebig an der Entwicklung eines RFID-Chip (Radio Frequenz Identifikation) bzw. RFID-Tintendrucks gearbeitet, der in absehbarer Zeit als Kontrollorgan auf den Körper bzw. auf die rechte Hand oder Stirn aller Erdenbürger angebracht werden soll.(1) Allen Protesten zum Trotz zeichnet sich klar ab, dass vor allem christlich Denkende schon im Vorfeld mit brachialer Gewalt öffentlich niedergemacht, als Rebellen, als Verschwörungstheoretiker oder Fundamentalisten gebrandmarkt und diskriminiert werden.(2) Ist es statthaft, im Zeitalter der Anti-Diskriminierungsgesetze, eine Gleichschaltung aller Erdbewohner mit Mitteln voranzutreiben, die die Glaubensfreiheit kreuzigen und voraussehbar zu Ausgrenzungen und Sanktionen auf allen Ebenen des Menschseins führen? Soll ein unausweichlicher Holocaust an Bibelgläubigen verhindert werden, müssen Gesellschaft und Politik rechtzeitig jede weitere Entwicklung des RFID- bzw. VeriChips oder Tintendrucks etc. entsprechend unterbinden.(3) Jede rücksichtslose Weiterentwicklung wider besseres Wissen um diesen Tatbestand aber muss dringend als potentiell terroristische Zurüstung und Zeugung eines vorsätzlichen Genozids erkannt und behandelt werden.
So weit, so durchgeknallt. Ich denke im Detail darauf einzugehen lohnt kaum, sämtliche Texte strotzen vor inhaltlichen Fehlern und grammatikalischen Unzulänglichkeiten (zumindest fand ich bisher Tindendruck eher wenig bedrohlich).

Selbige Gruppe tauchte übrigens schon auf der Demo am 6.11.2007 in Stuttgart, allerdings waren die dort irrelevant (1-2 flyerverteilende Menschen) und erschienen mir nicht weiter beachtenswert. Im Unterschied dazu tauchte selbige Gruppierung gestern massiv (geschätzt mehrere hundert Menschen, also durchaus ein relevanter Anteil der Demo) auf. Erschreckend, dass eine Gruppierung, die derart offensichtlich durchgeknallt ist, derartige Mobilisierungskraft entfaltet. Der durch Religiosität mobilisierbare Wahn kann einen jedesmal erneut erschrecken.

kick it - der wm film

Thursday, June 22. 2006, 01:12
Zwischen »Schwarz-rot-geil« und Fußballnation sind kritische Stimmen kaum noch zu vernehmen, umso mehr erfreuen sie mich.

Eine Gruppe namens Frickelfraktion präsentiert »kick it«, einen Kurzfilm zur Fußball WM. Ein Patchwork aus zusammengeschnittenen Bildern und Szenen, schnell und chaotisch, von Deutschnationalismus, Rassismus, Überwachungswahn, Sexismus, Militarismus.

Wirkt teilweise technisch etwas unprofessionell, tut der Message aber keinen Abbruch. Der Film endet mit den Worten
no copyright
kopiert den film,
verteilt ihn,
zeigt ihn...


Das kann ich nur unterstützen.

Mein abschließender Kommentar zu dem Firlefanz da draußen

Friday, June 9. 2006, 04:35
Ein deutscher FußballfanIn meinem nicht zu unterdrückenden Drang, mich zu Ereignissen von weltrelevanz zu äußern, bringt mich heute dazu, meine Meinung zum in wenigen Stunden beginnenden Großereigniss unter dem offiziellen Titel »FIFA WM 2006 (TM)« (ist die Erwähnung eigentlich schon eine Markenrechtsverletzung?) kundzutun.
Wenngleich es mir schwerfällt, meine diesbezüglichen Gefühle darzustellen, die sich in einer Mischung aus tiefster Abscheu und sarkastischem Lächeln über so viel Skurilität manifestiert, mit der gelegentlichen Frage, warum es offensichtlich nur einer kleinen Minderheit so geht.

Wo soll man da eigentlich anfangen? Dass die WM als Großexperiment für die Einführung von RFID-Chips, HD-ready für die von DRM dient, dass man in fast jeder Einrichtung, die man momentan betritt, behelligt wird, dass es offenbar eine ernstgemeinte politische Diskussion über die Person des Bundestrainers gab, der Wahnwitz um Markenrechte und Sponsorenverträge, es wurde alles zur Genüge durchgekaut. Die kurz angefachte Diskussion über Zwangsprostitution ließ erahnen, dass man eigentlich genau weiss, was für eine Klientel man mit solch einem Ereignis in erster Linie bedient.

Lobend hier zu erwähnen eine Kampagne der Naturfreundejugend Berlin unter dem Titel »Vorrundenaus 2006«, ich zitiere aus dem Einführungstext:
Fußball verdeutlicht nicht nur gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse sondern verstärkt diese auch. Fußball schafft einen Raum, in dem zum Beispiel Nationalismus und Sexismus besonders offensiv und aggressiv ausgelebt werden. Bei Fußballspielen ist es selbstverständlich und gesamtgesellschaftlich legitim »für Deutschland« zu sein. Und dass Fußball nichts für Frauen ist, fußballspielende Frauen langweilig anzusehen sind und weibliche Fußballfans nur dann akzeptiert werden, wenn sie sich entweder besonders gut mit der Materie auskennen oder besonders wenig an haben, scheint ebenfalls allgemeingültig.

Drückt es imho ziemlich gut aus, indes stellt sich die Frage nach der Zielgruppenrelevanz.

Die Aktivisten der Kommunikationsguerilla, die sich in Köln betätigt hatten, sorgten wohl nicht nur bei mir für Schmunzeln. Torsun sei gratuliert, mit seiner »Ten German Bombers«-Interpretation immerhin auf dem Ballermann Sampler »Die Weltmeister Hits 2006« gelandet zu sein.

Bleibt mir, meine Wünsche für diese Fußball-WM kundzutun:
  • 1-2 große Pannen mit den RFID-Tickets
  • Mögen Bitburger die Bierflaschen ausgehen.
  • Und selbstverständlich: Ein möglichst frühes Ausscheiden der deutschen Mannschaft.

Studiausweis in Karlsruhe

Saturday, October 16. 2004, 13:17
Nachdem ich nach diversen bürokratischen Hindernissen endlich meine Einschreibung bei der Uni Karlsruhe beendet habe, erhielt ich heute meinen Studentenausweis. In Karlsruhe heißt der jedoch nicht einfach Studentenausweis, sondern FriCard (wofür das steht, hab ich leider noch nicht herausgefunden).
Schon von der Uni Tübingen gewohnt bin ich ja, dass Studentenausweise mit einem RFID-Chip (kontaktlos auslesbar) versehen ist. Damit bin ich rund um die Uhr umsorgt (überwacht). Der Chip ist mit entsprechender Hardware über mehrere Meter auslesbar.
Auf der Rückseite befinden sich einige nette Bildchen von Flugzeugen, Kampfhubschraubern, Satelliten und Raketen. Eine kleine Anzeige des Rüstungskonzerns EADS.
Da fühlt man sich doch gleich viel wohler.
Infos des UStA der Uni zur FriCard
(Page 1 of 1, totaling 5 entries)