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Folien zu Vortrag Kohlekraftwerke und einige aktuelle Aktionen

Thursday, January 1. 2009, 23:01
Demonstration in JänschwaldeGestern habe ich auf dem Jugendumweltkongress einen Vortrag zum Thema Kohlekraft gehalten, die Folien gibt es hier.

Eventuell gibt's in nächster Zeit noch öfters Infos hier, da mich das Thema gerade ziemlich beschäftigt und insbesondere zu internationalen Entwicklungen (Mountain Top Removal in den USA, Phulbari-Mine in Bangladesh, Situation in China) kaum deutschsprachige Informationen verfügbar sind.

Bei der Gelegenheit möchte ich noch auf zwei aktuelle Aktionen hinweisen: In Brandenburg findet gerade ein Volksbegehren gegen weitere Braunkohletagebaue statt. Volksbegehren auf Landesebene haben hohe formale Hürden, um einen späteren Volksentscheid zu ermöglichen müssen sich 80000 Menschen auf den Meldebehörden in dort ausliegende Listen eintragen.

Und Menschen, die in Berlin studieren, können einen Blick auf studieren-ohne-kohle.de werfen.

Unfall bei Kohlekraftwerk in Tennessee/USA

Saturday, December 27. 2008, 13:36
Während der Recherchen zu einem Vortrag über Kohlekraft, den ich die nächsten Tage auf dem Jugendumweltkongress halten möchte, bin ich auf Berichte über ein Ereignis vom 22. Dezember gestossen, welches sich bei einem Kohlekraftwerk in den USA ereignete. Da ich bislang überhaupt keine deutschsprachigen Berichte dazu gefunden habe, habe ich versucht, die wichtigsten Infos zusammenzufassen. Den Artikel gibt's auch auf Indymedia.

Bei der Gelegenheit möchte ich gleich noch ein paar andere Artikel verlinken, die ich in jüngster Zeit zum Themenkomplex Klimaschutz an anderer Stelle geschrieben habe und hier noch nicht verlinkt hatte:
Direkte gewaltfreie Aktionen gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens (Graswurzelrevolution 332)
Aktivisten blockieren Flughafen Stansted (UK) (Übersetzung von Indymedia UK)
Kohlekraftwerk Kingsnorth abgeschaltet (Indymedia)

Unfall bei Kohlekraftwerk in Tennessee/USA



Am 22. Dezember ereignete sich nahe des Kohlekraftwerks Kingston in Tennessee/USA ein Unfall. Etwa 4 Milliarden Liter Asche aus dem Kraftwerk zerstörten 12 Häuser und überdecken nun 160 Hektar Ackerland. Ein Großteil der Asche gelangte in den Emory River, einen Zufluss des Tennessee River, der für viele Menschen die Wasserversorgung gewährleistet.

Die Asche, die beim Abbrand von Kohle entsteht, ist hoch mit Quecksilber und anderen giftigen Chemikalien belastet. Sie wird üblicherweise neben Kraftwerken aufgetürmt. Das Kraftwerk in Tennessee ist 40 Jahre alt und wird vom lokalen Energieversorger Tennessee Valley Authority (TVA) betrieben.

Während die nationalen und internationalen Medien das Thema erst langsam aufgreifen, berichteten lokale Blogs bereits kurz nach der Katastrophe sehr detailliert [1]. Die linke Medienplattform »Democracy Now« veröffentlichte einen Filmbericht [2]. Greenpeace fordert inzwischen eine strafrechtliche Untersuchung des Vorfalls [3].

Der Unfall ereignet sich in einer Phase, in der in den USA verstärkt über den Einsatz von »Clean Coal«, so genannter sauberer Kohle mit CO2-Abscheidung diskutiert wird. Die Technologie zur CO2-Abscheidung (CCS) wird gerade international als Argument für den Einsatz von Kohlekraftwerken herangezogen und ist selbst laut Aussagen der Energieversorger frühestens in 10 bis 20 Jahren einsatzfähig. Viele Umweltschützer sagen nun, dass der Unfall von Tennessee erneut zeige, dass Kohle nie sauber sein wird.

Der Unfall in Tennessee ist nicht der erste dieser Art, im Jahr 2000 ereignete sich ein ähnliches Ereignis in Martin County [4].

[1] http://greenky.org/2008/12/23/massive-slurry-spill-in-tennessee-on-monday/
[2] http://www.democracynow.org/2008/12/24/spill_at_tennessee_coal_plant_creates
[3] http://www.greenpeace.org/usa/press-center/releases2/greenpeace-calls-for-criminal
[4] http://en.wikipedia.org/wiki/Martin_County_sludge_spill

Weitere Infos:

http://en.wikipedia.org/wiki/Tennessee_coal_sludge_spill
http://www.unitedmountaindefense.org/ - Initiative gegen Zerstörung von Bergen durch Kohletagebau
http://dirtycoaltva.blogspot.com/ - Initiative gegen TVA

Blick auf den Stromverbrauch von Router und DSL-Modem

Thursday, September 18. 2008, 13:56
Ich überlegte heute, hier die bisherige DSL-Installation (Buffalo-Router mit DD-Wrt und uraltes Telekom-DSL-Modem) durch eine FritzBox zu ersetzen. Dabei versuchte ich insbesondere, den Stromverbrauch im Auge zu behalten.

Die FritzBox schluckt cirac 8 Watt Strom, was schon etwas mehr ist als der Buffalo (5 Watt), beide jeweils mit WLAN. Die FritzBox hat zudem nur zwei Netzwerkanschlüsse (zu wenig), weswegen noch ein Switch dazukommt. Der Switch verbraucht jedoch nur erfreulich wenig (2 Watt).

Erschrocken bin ich aber dann doch beim Messen des Verbrauchs des alten Telekom-DSL-Modems. Das dürfte noch eines aus der ersten Generation sein, als die noch nicht Pink waren. Es schlug allein mit ganzen 7 Watt zu Buche. Da die Fritzbox ein selbiges integriert hatte (was mir vermutlich auch etwas mehr Geschwindigkeit bringt, da inzwischen DSL 6000), schluckt die neue Kombination nun ca. 10 Watt, im Vergleich zu vorher 12.

Wohlgemerkt, das geht alles sicher noch deutlich besser, aber das hier war jetzt nur mit Hardware, die ich sowieso rumstehen hatte. Der Verbrauch hat doch häufig nicht ganz unerhebliche Unterschiede, besonders wenn man bedenkt, dass es sich bei DSL-Modems und Routern üblicherweise um Dauer-Stromverbraucher handelt. Die Ersparnis beträgt (mit Ökostrom aus Schönau) ungefähr 4 EUR im Jahr.

Kleiner Wehrmutstropfen: Für die FritzBox Fon WLAN 7050 gibt es aktuell wohl keine freie Alternativfirmware.

Im übrigen lohnt es sich, an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass das EU-Energielabel sich nebst anderer Probleme nur auf einen Bruchteil der im Handel befindlichen Gerätschaften bezieht - und IT-Spielzeug praktisch komplett ausgenommen ist. Was eigentlich angesichts der aktuellen Klimaschutzdebatte ein ziemlicher Skandal ist.

Klimacamp in Hamburg

Monday, August 25. 2008, 19:53
Die letzte Woche verbrachte ich auf dem Klimacamp in Hamburg.

Ich bin leider nicht zum Bloggen gekommen und habe auch kaum Bilder und keine Filme gemacht. Einen kleinen Film zur Moorburg-Aktion gibt's bei Graswurzel TV, an anderen Stellen sicher noch vieles mehr.

Ich habe die Stimmung extrem positiv und optimistisch wahrgenommen. Viele sprachen schon von »Neuer Umweltbewegung« (etwa hier).

Die Absurdität der herrschenden Klimadebatte (Konferenzen, Ziele, Absichten und zig neue Kohlekraftwerke, Flughäfen und Autobahnen) aufzuzeigen, das wird die Aufgabe der nächsten Monate. Erst gestern erfuhr ich, dass die Pläne für das Kraftwerk Mainz/Wiesbaden momentan wohl auf Eis liegen, der Frankfurter Flughafenausbau hat es kürzlich in die Koalitionsgespräche geschafft.

Wer sich nun motiviert fühlt, aktiv zu werden, für den gibt's ein paar Termine:

Besetzungen im Kelsterbacher Wald

Thursday, May 29. 2008, 22:25
Besetzungen am Flughafen FrankfurtTrotz aller Lippenbekenntnisse zum Klimaschutz soll bekanntlich der Frankfurter Flughafen in den nächsten Jahren ausgebaut werden - im übrigen völlig unabhängig davon, welche Regierung demnächst in Hessen agiert.

Seit gestern findet im Kelsterbacher Wald, in einem Gebiet welches der neuen Landebahn zum Opfer fallen soll, eine Waldbesetzung statt. Mehrere Baumhäuser und Zelte wurden aufgebaut. Ich stattete dem heute einen kurzen Besuch ab (und wagte mein bislang höchstes Klettererlebnis). Am Sonntag wollen die lokalen Bürgerinitiativen in größerer Zahl präsent sein.

Die dort Aktiven freuen sich natürlich über jede Unterstützung.

Bilder von mir
Webseite einer Bürgerinitiative vor Ort
Bericht auf Indymedia
Neu: Webseite der Waldbesetzung

Auch anderswo ist man aktiv gegen den Klimawandel, so freute sich wohl heute die EnBW in Karlsruhe über unangemeldeten Besuch bei ihrer Propagandaveranstaltung im Einkaufszentrum am Ettlinger Tor.

Klima-Aktionstag

Saturday, December 8. 2007, 19:43
Kohlekraftwerk NeurathDa ich mich sowieso im Umkreis befand, beteiligte ich mich heute an der Demonstration gegen die Baustelle von europas größter CO2-Schleuder, dem Kohlekraftwerk Neurath.

Klimaschutz

Saturday, May 5. 2007, 14:14
Angesichts der allgegenwärtigen Sonntagsreden in Sachen Klimaschutz ein kleines Paradebeispiel, wie sowas dann in Realität aussieht.

Die Stadt Karlsruhe fährt momentan eine Kampagne unter dem Titel Klimaschutz - so geht's in Kooperation mit Schulen. Schüler sollen sich dem Klimaschutz »als einer der wichtigsten Aufgaben der Zukunft alters- und fächerübergreifend [...] widmen«, und das ganze im Kontext des Lieblingspapier aller bürgerlichen Umweltverbände, der Agenda 21. Dafür gibt's sogar schöne bunte Plakate, die an Karlsruher Straßenbahnhaltestellen kleben.

Gleichzeitig plant die EnBW ab 2008 ein Steinkohlekraftwerk in Karlsruhe zu bauen. Aber das hat sicher nichts miteinander zu tun.

Nachtrag: Bei der Gelegenheit gleich erwähnenswert: Am 12. Mai Demo gegen Neubau des Kohlekraftwerks Mainz/Wiesbaden.

Hitzetote sind teuer

Thursday, February 8. 2007, 15:50
Der Klimawandel wird uns massive Kosten aufbürden, so eine neue Studie. Heiße Sommer werden die Zahl der Hitzetoten emporschnellen schnellen lassen. Auf die Krankenhäuser kommen enorme Kosten zu. Aber auch die Leistungsfähigkeit der Menschen wird sinken und dadurch die Volkswirtschaft belasten. (von tagesschau.de)

Wie wahnwitzig muss eine Gesellschaft eigentlich sein, in der solche Meldungen publiziert werden?

Gentechnik in Leingarten

Monday, March 13. 2006, 01:39
In Leingarten bei Heilbronn soll im kommenden Sommer auf einem Feld Genmais angebaut werden. Gestern fand eine Demonstration mit etwa 500 Menschen statt.

(Achtung, bösartige Polemik) Verfolgte man die gehaltenen Reden, so konnte man den Eindruck bekommen, dass es vor allem zwei Gründe gibt, gegen die grüne Gentechnik zu sein: Erstens weil gerade in Baden-Württemberg Wahlkampf ist und zweitens weil man es irgendwie aus der Bibel herauslesen kann. Beide Argumente finde ich nur bedingt überzeugend.
Insbesondere die Vereinnahmung durch Parteien, die in ihrer Regierungszeit auf Bundesebene eine nicht unwesentliche Mitverantwortung für die momentane Situation tragen, stößt mir gerade bei dem Thema immer wieder übel auf.

Wenn ich Zeit und Lust habe, gibt's vielleicht in den nächsten Tagen noch 1-2 Artikel zu den Gründen, warum ich inzwischen eine sehr dezidiert ablehnende Meinung zur grünen Gentechnik habe (was früher nicht unbedingt so war) und zur rot-grünen Gen-Politik, da es ein recht eindrucksvolles Beispiel ist, wie politische Entscheidungen verschleiert werden ("Wir setzen ja nur eine EU-Richtlinie um").
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