Wednesday, January 26. 2005
Murphys Gesetz
Murphys Gesetze kennt man ja, das Marmeladenbrot fällt immer mit der Marmeladenseite auf den Boden, im Supermarkt ist die Schlange nebenan immer länger etc. pp.
Ein ganz ähnliches Phänomen ist mir gerade wieder begegnet: Immer dann, wenn man ein Buch hat, welches man lesen *sollte*, stapeln sich daneben die Bücher, die man eigentlich gern lesen *will*.
So liegt hier gerade neben mir, noch fast unberührt, ein Buch mit dem langweiligen Namen Algoritmik und in meinem Kopf ein Prüfungstermin, der immer näher rückt. Daneben liegt weiterhin "Computerdenken" von Roger Penrose, "Der kurze Sommer der Anarchie" von Hans Magnus Enzensberger und "Erziehung zur Mündigkeit" von Theodor Adorno. Vielleicht muss ich erst alle drei durchlesen, bevor ich mich ernsthaft an die Algorithmen wagen kann.
Ein ganz ähnliches Phänomen ist mir gerade wieder begegnet: Immer dann, wenn man ein Buch hat, welches man lesen *sollte*, stapeln sich daneben die Bücher, die man eigentlich gern lesen *will*.
So liegt hier gerade neben mir, noch fast unberührt, ein Buch mit dem langweiligen Namen Algoritmik und in meinem Kopf ein Prüfungstermin, der immer näher rückt. Daneben liegt weiterhin "Computerdenken" von Roger Penrose, "Der kurze Sommer der Anarchie" von Hans Magnus Enzensberger und "Erziehung zur Mündigkeit" von Theodor Adorno. Vielleicht muss ich erst alle drei durchlesen, bevor ich mich ernsthaft an die Algorithmen wagen kann.
Monday, January 24. 2005
Es klingelt weiter
Es graust einem ja immer mehr, kaum begibt man sich in die "Normalwelt" da draußen, tönt es einem von allen Seiten entgegen. Gruselige Geräusche, Vergewaltigung für die Höhrnerven. Der neuesten Hit von (beliebig austauschbarer Eintagsfliegen-Popstar), bei Jamba für nur wenige Euro heruntergeladen, in gruseligem Piepston.
Ich wär ja dafür, polyphone Klingeltöne ins Strafrecht unter Körperverletzung aufzunehmen.
Universal Music kündigt nun an, dass ihre Umsätze durch die Klingelton-Manie wieder steigen (weil ja die ach-so-bösen Filesharer und überhabt das Internet, dieses Teufelswerk blablub). Tolle Aussichten.
Blogger-Kollege Freakshow hat hierzu aber auch positive Perspektiven:
Mit der dazugehörigen Meldung, daß ab April die offiziellen Klingeltoncharts eingeführt werden, beschleicht mich das ungute Gefühl, daß die Musikindustrie soeben mit dem Schaufeln des eigenen Grabes fertig geworden ist. Hat ja auch lang genug gedauert?
Wollen wir nur alle hoffen, dass er Recht behält.
Ich wär ja dafür, polyphone Klingeltöne ins Strafrecht unter Körperverletzung aufzunehmen.
Universal Music kündigt nun an, dass ihre Umsätze durch die Klingelton-Manie wieder steigen (weil ja die ach-so-bösen Filesharer und überhabt das Internet, dieses Teufelswerk blablub). Tolle Aussichten.
Blogger-Kollege Freakshow hat hierzu aber auch positive Perspektiven:
Mit der dazugehörigen Meldung, daß ab April die offiziellen Klingeltoncharts eingeführt werden, beschleicht mich das ungute Gefühl, daß die Musikindustrie soeben mit dem Schaufeln des eigenen Grabes fertig geworden ist. Hat ja auch lang genug gedauert?
Wollen wir nur alle hoffen, dass er Recht behält.
Tuesday, January 18. 2005
Webdesigner und Standards
Heute kam's gleich etwas geballt, auf zwei Seiten war ich unterwegs und hatte reale Probleme mit der nicht-Einhaltung von Web-Standards.
Erstes Beispiel: Surft man auf die Homepage von Arcor, begegnet einem ein Menü, welches auf so interessante URLs wie http://www.arcor.de/content/index.html#, http://www.arcor.de/content/index.html# oder http://www.arcor.de/content/index.html# verlinkt. Und beim draufklicken im Konqueror passiert... nichts! Also, ich war grad motiviert, schreibe eine Mail an die einzig angegebene Mailadresse info@arcor.de. Kurze Zeit später erhalte ich eine Antwort, in der im Prinzip steht, dass Mails an diese Adresse nicht gelesen werden. Argl! Dann sollen sie die Adresse gefälligst auch nicht angeben. Naja, dann hatte ich keine Lust mehr, mich durch ihre bei mir sowieso nicht korrekt funktionierende Seite zu klicken, um das denen mitzuteilen. Scheinbar ist Arcor nicht interessiert an Kunden, die mit dem Konqueror oder Safari rumsurfen.
Zweites Beispiel: Ich muss mich bei einer Webseite mit Namen und Adresse anmelden und dort anschließend persönlich vorbeikommen, um die Anmeldung zu vervollständigen. Als anschließend eine Mitarbeiterin mich im System sucht, findet sie mich nicht über meinen Namen. Mein Nachname enthielt statt einem ö zwei seltsame Zeichen.
Offensichtlich ein UTF-8-Problem. Die Seite hatte kein Charset gesetzt.
Warum ist es eigentlich so schwer, korrekten HTML-Code zu schreiben? Soll mein Browser erraten, in welcher Codierung die ihre Formulareingaben gerne hätten?
Erstes Beispiel: Surft man auf die Homepage von Arcor, begegnet einem ein Menü, welches auf so interessante URLs wie http://www.arcor.de/content/index.html#, http://www.arcor.de/content/index.html# oder http://www.arcor.de/content/index.html# verlinkt. Und beim draufklicken im Konqueror passiert... nichts! Also, ich war grad motiviert, schreibe eine Mail an die einzig angegebene Mailadresse info@arcor.de. Kurze Zeit später erhalte ich eine Antwort, in der im Prinzip steht, dass Mails an diese Adresse nicht gelesen werden. Argl! Dann sollen sie die Adresse gefälligst auch nicht angeben. Naja, dann hatte ich keine Lust mehr, mich durch ihre bei mir sowieso nicht korrekt funktionierende Seite zu klicken, um das denen mitzuteilen. Scheinbar ist Arcor nicht interessiert an Kunden, die mit dem Konqueror oder Safari rumsurfen.
Zweites Beispiel: Ich muss mich bei einer Webseite mit Namen und Adresse anmelden und dort anschließend persönlich vorbeikommen, um die Anmeldung zu vervollständigen. Als anschließend eine Mitarbeiterin mich im System sucht, findet sie mich nicht über meinen Namen. Mein Nachname enthielt statt einem ö zwei seltsame Zeichen.
Offensichtlich ein UTF-8-Problem. Die Seite hatte kein Charset gesetzt.
Warum ist es eigentlich so schwer, korrekten HTML-Code zu schreiben? Soll mein Browser erraten, in welcher Codierung die ihre Formulareingaben gerne hätten?
Monday, January 17. 2005
Route 66 - leider eher ein Alptraum von Langeweile
Vor kurzem ging es durch alle relevanten Linux-Seiten, der "erste Open Source Film Deutschlands". Route 66 - ein amerikanischer albTraum nennt sich das Stück, ist über bittorrent oder diverse http-mirrors downloadbar, und darf selbstverständlich frei kopiert und verändert werden. Nachdem diverse Filmvertriebe und Fernsehsender abgewunken haben, entschieden sich die Macher, den Film auf diese Weise zu vertreiben und um Spenden zu bitten.
So sehr ich die Idee begrüße und so sehr es mich freut, dass die Ideen von freier Software auch in anderen Bereichen Einzug erhalten: Der Film selber war eher eine Enttäuschung. Die Story ist kurz erzählt: Drei Jungs aus Deutschland sind in den USA unterwegs, mieten sich ein Auto, das ständig kaputt ist und fahren die Route 66 entlang, wollen ein Teil des amerikanischen Traums erleben. Ansonsten passiert eigentlich NICHTS.
Das Bildmaterial war teilweise ganz nett und hat ganz gut ein Gefühl vermittelt, was die Jungs erlebt haben. Da ich selber noch nie in den USA war und mit den Städten, Regionen und Eigenheiten (bspw. die sehr ausführliche Beschreibung amerikanischer Motels etc.) nichts persönlich verbinde, habe ich davon nicht viel mitnehmen können. Vielleicht mögen Leute mehr davon haben, wenn sie selbst schonmal dort waren und ähnliches erlebt haben (geht auch so ähnlich aus dem Forum hervor).
Ansonsten ist das ganze weitestgehend nichts weiter als ein aufbereiteter Urlaubsfilm ohne Handlung, mit vielen extrem langatmigen Phasen. Sorry Jungs, das war nix. Deshalb auch leider keine Spende von mir. Trotzdem wünsch ich den Machern weiterhin viel Erfolg und vielleicht wird ihr nächstes Projekt Die letzte Droge ja reizvoller für mich.
Es sollte sich natürlich niemand davon abhalten lassen, den Film selbst zu ziehen und sich ein eigenes Bild zu machen.
Nebenbei: Auch wenn es der "erste Open Source Film Deutschlands" ist, gab es bereits vorher ein ähnliches Projekt, den ebenfalls deutschsprachigen Film CH7, der in der Schweiz produziert wurde. Den hab ich zwar schon vor längerer Zeit mal runtergeladen, bisher aber noch nicht angeschaut. Ich werde das in den nächsten Tagen vielleicht nachholen und dann ebenfalls einen Blog-Entry dazu abliefern.
So sehr ich die Idee begrüße und so sehr es mich freut, dass die Ideen von freier Software auch in anderen Bereichen Einzug erhalten: Der Film selber war eher eine Enttäuschung. Die Story ist kurz erzählt: Drei Jungs aus Deutschland sind in den USA unterwegs, mieten sich ein Auto, das ständig kaputt ist und fahren die Route 66 entlang, wollen ein Teil des amerikanischen Traums erleben. Ansonsten passiert eigentlich NICHTS.
Das Bildmaterial war teilweise ganz nett und hat ganz gut ein Gefühl vermittelt, was die Jungs erlebt haben. Da ich selber noch nie in den USA war und mit den Städten, Regionen und Eigenheiten (bspw. die sehr ausführliche Beschreibung amerikanischer Motels etc.) nichts persönlich verbinde, habe ich davon nicht viel mitnehmen können. Vielleicht mögen Leute mehr davon haben, wenn sie selbst schonmal dort waren und ähnliches erlebt haben (geht auch so ähnlich aus dem Forum hervor).
Ansonsten ist das ganze weitestgehend nichts weiter als ein aufbereiteter Urlaubsfilm ohne Handlung, mit vielen extrem langatmigen Phasen. Sorry Jungs, das war nix. Deshalb auch leider keine Spende von mir. Trotzdem wünsch ich den Machern weiterhin viel Erfolg und vielleicht wird ihr nächstes Projekt Die letzte Droge ja reizvoller für mich.
Es sollte sich natürlich niemand davon abhalten lassen, den Film selbst zu ziehen und sich ein eigenes Bild zu machen.
Nebenbei: Auch wenn es der "erste Open Source Film Deutschlands" ist, gab es bereits vorher ein ähnliches Projekt, den ebenfalls deutschsprachigen Film CH7, der in der Schweiz produziert wurde. Den hab ich zwar schon vor längerer Zeit mal runtergeladen, bisher aber noch nicht angeschaut. Ich werde das in den nächsten Tagen vielleicht nachholen und dann ebenfalls einen Blog-Entry dazu abliefern.
Thursday, January 13. 2005
Abzählbar, überabzählbar und berechenbar
Zu den vor einiger Zeit hier vorgestellten Gedanken zu überabzählbaren Zahlenmengen habe ich zufällig eine brauchbare Antwort gefunden (im Buch "Computerdenken" von Roger Penrose).
Man spricht bei den von mir benannten Zahlen, die sich durch einen Algorithmus (den man auf ein endliches Blatt aufschreiben kann), von berechenbaren reellen Zahlen, während es im Gegensatz dazu auch nicht berechenbare reelle Zahlen gibt, also solche, für die kein Algorithmus (bspw. eine Turingmaschine) existiert, der die Zahl (oder deren n-te Stelle) ausgibt. Es gibt also mathematisch gesehen durchaus Zahlen, die zwar irgendwie existieren, für deren Berechnung man aber keinerlei Rechenvorschrift angeben kann.
Man spricht bei den von mir benannten Zahlen, die sich durch einen Algorithmus (den man auf ein endliches Blatt aufschreiben kann), von berechenbaren reellen Zahlen, während es im Gegensatz dazu auch nicht berechenbare reelle Zahlen gibt, also solche, für die kein Algorithmus (bspw. eine Turingmaschine) existiert, der die Zahl (oder deren n-te Stelle) ausgibt. Es gibt also mathematisch gesehen durchaus Zahlen, die zwar irgendwie existieren, für deren Berechnung man aber keinerlei Rechenvorschrift angeben kann.
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