Monday, September 18. 2006
Wizards of OS 4 conference
The weekend I was at the Wizards of OS conference in Berlin. I was so engaged that I didn't find time to blog from there (and the »freifunk« wasn't very stable, but they told me it's the fault of the Deutsche Telekom).
It was a very interesting conference, met a lot of cool people. I spent most of the time with the people of the Free Software Foundation at their booth.
I met people from the »Bayrischer Rundfunk« (german public television station) and discussed about abolishing the GEZ and free content licensing of public television materials. I talked to a free radio activist about historical copyright issues and we ended up in discussing the kyoto protocol and uranium mining in Kongo. Had some discussions about politics in latin america with one guy coming from argentinia. That may give you a short impression about the variety of interesting people I met there.
On the conference topics, it had the theme »Free Software, free culture, free infrastructure«. An interesting panel I want to mention was the discussion about open frequencies. It was basically that only a small number of the frequency spectrum are available to the public at the moment, but wireless lan is already creating some interesting things (freifunk), so the conclusion was that more open frequencies might lead to much more interesting technology. There was a guy from colt telecom talking about the political issues of this subject and the old telecommunication lobby (for example the ITU). Another guy was from Indonesia and talked about projects they did with public wireless technology and their efforts to build own antennas.
Lawrence Lessig helt the keynote, he is definitely a good speaker, while it was far to much »popstar«-like to me (book-signing session afterwarts). His topic was the «Read-Write-Society«, and for one thing I can fully agree with him: It's time to fight DRM.
It was a very interesting conference, met a lot of cool people. I spent most of the time with the people of the Free Software Foundation at their booth.
I met people from the »Bayrischer Rundfunk« (german public television station) and discussed about abolishing the GEZ and free content licensing of public television materials. I talked to a free radio activist about historical copyright issues and we ended up in discussing the kyoto protocol and uranium mining in Kongo. Had some discussions about politics in latin america with one guy coming from argentinia. That may give you a short impression about the variety of interesting people I met there.
On the conference topics, it had the theme »Free Software, free culture, free infrastructure«. An interesting panel I want to mention was the discussion about open frequencies. It was basically that only a small number of the frequency spectrum are available to the public at the moment, but wireless lan is already creating some interesting things (freifunk), so the conclusion was that more open frequencies might lead to much more interesting technology. There was a guy from colt telecom talking about the political issues of this subject and the old telecommunication lobby (for example the ITU). Another guy was from Indonesia and talked about projects they did with public wireless technology and their efforts to build own antennas.
Lawrence Lessig helt the keynote, he is definitely a good speaker, while it was far to much »popstar«-like to me (book-signing session afterwarts). His topic was the «Read-Write-Society«, and for one thing I can fully agree with him: It's time to fight DRM.
Posted by Hanno Böck
in Computer culture, Copyright, English, Gentoo, Life, Linux, Movies, Music, Politics
at
22:30
| Comments (0)
| Trackbacks (0)
Defined tags for this entry: berlin, copyright, freesoftware, freifunk, frequencies, itu, lessig, linux, wos, wos4
Thursday, September 14. 2006
Buchrezension: »No Copy - Die Welt der digitalen Raubkopie«
Gerade zu Ende gelesen: Das Buch »No Copy«, von Jan Krömer und Evrim Sen, erschienen im Tropen Verlag. Die Autoren sind dem ein- oder anderen vielleicht durch ihre Veröffentlichungen »Hackertales« und »Hackerland« bekannt.Das Buch enthält einen Ausführlichen Teil über die verschiedenen »Szenen« (Warez, FXP, Filesharing), welcher für mich noch der Spannendste war, da ich damit bislang kaum Berührung hatte (wenn man mal von der inzwischen komplett im legalen Bereich werkelden Demoszene absieht). Inklusive der mir bislang unbekannten Skurillität, dass es in der Warez- und Crackerszene teilweise gar bestrebungen gab, die eigenen Releases mit Kopierschutzartigen Mechanismen zu versehen. Desweiteren beschreibt es die Anfänge der Hackerkultur, den Homebrew Computer Club und den berühmten »offenen Brief« von Bill Gates, in dem er sich bei seinen Clubkollegen über unrechtmäßige Kopien seiner Software BASIC beschwert. Die Entwicklung von GNU, Linux und der Wikipedia wird grob umrissen.
Das aufkommende Filesharing und die konsequenzen für Musik- und Filmindustrie werden besprochen, den Statistikfälschungen von GVU und anderen wird nachgegangen, die Strafverfolgungsaktionen und Urheberrechtsreformen beleuchtet.
Das ganze Buch wirkt leider sehr schlampig geschrieben, die ein- oder andere Korrekturrunde hätte sicher nicht geschadet. So würde Richard Stallman sich vermutlich »not amused« zeigen über die Behauptung, er sei Protagonist der »Open Source-Bewegung«, Bittorrent ist auch kein komplett dezentrales Protokoll. Beim Kapitel über Kopierschutztechnik wird munter Hacken und Cracken durcheinandergewürfelt und es wird überhaupt nicht klar, warum ein Kopierschutz immer knackbar sein wird, aber andersrum es durchaus theoretisch möglich ist, einen nicht hackbaren Server aufzustellen.
Insgesamt enthält das Buch wenig neues und spart viele wichtige Aspekte aus. So wird kaum auf den kulturell schaffenden und bewahrenden Aspekt von Copyright-Brüchen (Grey Album, Emu/Rom-Szene) eingegangen, die kriminellen Aktivitäten der Medienindustrie (Sony-Rootkit, Pay-for-play) finden kaum Erwähnung. Am Ende bleibt auch unklar, was die Autoren eigentlich wollen. Copyright abschaffen oder reformieren? Sind Schwarzkopien prinzipiell in Ordnung oder nur manchmal? Es bleibt bei einem diffusen »Musikindustrie hat was verschlafen«, was zwar richtig, aber schlicht belanglos ist.
Es enthält zwar den ein- oder anderen interessanten Denkansatz, etwa die Provokative These, legale (freie Software, Wikipedia) und illegale (Warez) Aktivitäten als verschiedene Ausprägungen der gleichen Grundideale anzusehen, insgesamt ist es jedoch vor allem eine Enttäuschung.
Posted by Hanno Böck
in Books, Computer culture, Copyright, Politics
at
18:41
| Comments (5)
| Trackbacks (0)
Wednesday, September 13. 2006
WLAN und Vodafone
Folgendes Erlebnis wollte ich Euch nicht vorenthalten:
Ich saß am Kölner Hauptbahnhof und hätte einige Dokumentation aus dem Netz brauchen können, um auf der Heimfahrt sinnvoll zu arbeiten. Also schaute ich mal, was an drahtlosen Netzen zur Verfügung steht.
Ein Vodafone-Accesspoint stellte sich mir zur Verfügung und leitete weiter auf eine Startseite mit Tarifinformationen. Man konnte per Kreditkarte oder wahlweise per Vodafone (oder O2) Handy bezahlen und der Preis für eine halbe Stunde betrug knappe 4 €. Zwar nicht gerade günstig, aber da ich mobilfunktechnisch sowieso Vodafone-Kunde bin, dachte ich, es ist einen Versuch Wert.
Also den Button für Vodafone-Bezahlung angeklickt, meine Handy-Nummer eingegeben und abwarten, was passiert. Mein Handy piepst nicht und die Webseite will meine Kreditkartendaten. Ich klicke mich durch zu einer FAQ, die mir eine kostenlose Hotlinenummer verrät.
Naja, das Gespräch muss man sich ungefähr so vorstellen:
»Wo sind sie denn?« - »Am Kölner Hauptbahnhof.« - »Da haben wir garkeinen Accespoint.« (hmja, also der Dom steht da recht eindeutig neben mir, wenn ich nicht ganz gewaltige Halluzinationen hab)
»Auf der Seite ist ein Banner vom Ibis-Hotel.« - »Ach ja, dann ist das einer von den Ibis-Accespoints. Wenn sie jetzt ein Hotelzimmer hätten, könnte ich ein Ticket öffnen.« - »Ich will aber eigentlich kein Hotelzimmer, sondern nur Internet.«
Naja, irgendwann gab ich's dann auf, als der Herr an der Hotline meinte, er könnte sich dort melden, aber das dauert mindestens 2-3 Stunden.
Im ICE später wäre sogar einer der T-Mobile-Hotspots verfügbar gewesen, aber da fingen die Preise erst bei 8 € an, was ich dann doch etwas arg übertrieben fand.
Ich saß am Kölner Hauptbahnhof und hätte einige Dokumentation aus dem Netz brauchen können, um auf der Heimfahrt sinnvoll zu arbeiten. Also schaute ich mal, was an drahtlosen Netzen zur Verfügung steht.
Ein Vodafone-Accesspoint stellte sich mir zur Verfügung und leitete weiter auf eine Startseite mit Tarifinformationen. Man konnte per Kreditkarte oder wahlweise per Vodafone (oder O2) Handy bezahlen und der Preis für eine halbe Stunde betrug knappe 4 €. Zwar nicht gerade günstig, aber da ich mobilfunktechnisch sowieso Vodafone-Kunde bin, dachte ich, es ist einen Versuch Wert.
Also den Button für Vodafone-Bezahlung angeklickt, meine Handy-Nummer eingegeben und abwarten, was passiert. Mein Handy piepst nicht und die Webseite will meine Kreditkartendaten. Ich klicke mich durch zu einer FAQ, die mir eine kostenlose Hotlinenummer verrät.
Naja, das Gespräch muss man sich ungefähr so vorstellen:
»Wo sind sie denn?« - »Am Kölner Hauptbahnhof.« - »Da haben wir garkeinen Accespoint.« (hmja, also der Dom steht da recht eindeutig neben mir, wenn ich nicht ganz gewaltige Halluzinationen hab)
»Auf der Seite ist ein Banner vom Ibis-Hotel.« - »Ach ja, dann ist das einer von den Ibis-Accespoints. Wenn sie jetzt ein Hotelzimmer hätten, könnte ich ein Ticket öffnen.« - »Ich will aber eigentlich kein Hotelzimmer, sondern nur Internet.«
Naja, irgendwann gab ich's dann auf, als der Herr an der Hotline meinte, er könnte sich dort melden, aber das dauert mindestens 2-3 Stunden.
Im ICE später wäre sogar einer der T-Mobile-Hotspots verfügbar gewesen, aber da fingen die Preise erst bei 8 € an, was ich dann doch etwas arg übertrieben fand.
Sunday, September 3. 2006
mrmcd vorbei
Die Chaosdays in Darmstadt sind vorbei, zum Bloggen bin ich nicht viel gekommen.
Ein paar spannende Vorträge warn dabei, Samstag einmal Pylon zu UTF-8, was mir evtl. vermitteln konnte, warum das bei mir immer noch weit entfernt von optimal funktioniert und an welchen Konfigurationsschrauben ich da noch drehen könnte. Anschließend ein sehr interessanter Vortrag zum Absichern von Linux-Servern, zwar hatte der Autor an einigen Stellen Ansätze, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte (http-traffic nach außem sperren - mein Einwand zwecks Trackbacks und XML-RPC erzeugte dann etwas komische Vorschläge a la bestimmte IPs zulassen), aber durchaus eine größere Menge von möglichen Maßnahmen, die ich noch nicht kannte und mal genauer unter die Lupe nehmen werde, ob sie für den schokokeks praktikabel sind.
Samstag abend gab es einen extrem coolen Liveact mit Akkustikgitarre und Gameboy.
Heute blieb ich noch bis zum Vortrag von Rüdiger Weis über Hashes, bei dem ich leider etwas das Gefühl hatte, »Rüdi, leg mal ne neue Platte auf«. Den fast identischen Vortrag hatte ich bereits auf dem Kongress und der whatthehack gehört, mich hätte insb. eine etwas genauere Beleuchtung der jüngsten Ergebnisse der Crypto-Konferenz interessiert.
Desweiteren hab ich 4 Laptops anderer Besucher mit compiz/aiglx versorgt, sowie einen Lightningtalk dazu gehalten (Slides OpenDocument, Slides PDF). Hatte das erste Mal das Vergnügen, mir einen Macbook näher anzuschauen (also, ein nettes Spielzeug isses ja, aber kann man damit eigentlich auch arbeiten? Dem fehlen ja nicht nur Maustasten sondern auch ganz viele Tasten auf der Tastatur), desweiteren sponnen wir einige Ideen, wie man die Bewegungs- und Schocksensoren in Apple- und IBM-Hardware kreativ nutzen kann, vielleicht später mehr dazu.
Ein paar spannende Vorträge warn dabei, Samstag einmal Pylon zu UTF-8, was mir evtl. vermitteln konnte, warum das bei mir immer noch weit entfernt von optimal funktioniert und an welchen Konfigurationsschrauben ich da noch drehen könnte. Anschließend ein sehr interessanter Vortrag zum Absichern von Linux-Servern, zwar hatte der Autor an einigen Stellen Ansätze, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte (http-traffic nach außem sperren - mein Einwand zwecks Trackbacks und XML-RPC erzeugte dann etwas komische Vorschläge a la bestimmte IPs zulassen), aber durchaus eine größere Menge von möglichen Maßnahmen, die ich noch nicht kannte und mal genauer unter die Lupe nehmen werde, ob sie für den schokokeks praktikabel sind.
Samstag abend gab es einen extrem coolen Liveact mit Akkustikgitarre und Gameboy.
Heute blieb ich noch bis zum Vortrag von Rüdiger Weis über Hashes, bei dem ich leider etwas das Gefühl hatte, »Rüdi, leg mal ne neue Platte auf«. Den fast identischen Vortrag hatte ich bereits auf dem Kongress und der whatthehack gehört, mich hätte insb. eine etwas genauere Beleuchtung der jüngsten Ergebnisse der Crypto-Konferenz interessiert.
Desweiteren hab ich 4 Laptops anderer Besucher mit compiz/aiglx versorgt, sowie einen Lightningtalk dazu gehalten (Slides OpenDocument, Slides PDF). Hatte das erste Mal das Vergnügen, mir einen Macbook näher anzuschauen (also, ein nettes Spielzeug isses ja, aber kann man damit eigentlich auch arbeiten? Dem fehlen ja nicht nur Maustasten sondern auch ganz viele Tasten auf der Tastatur), desweiteren sponnen wir einige Ideen, wie man die Bewegungs- und Schocksensoren in Apple- und IBM-Hardware kreativ nutzen kann, vielleicht später mehr dazu.
Saturday, September 2. 2006
mrmcd101b in Darmstadt
Gestern abend noch auf die mrmcd101b (metarheinmain chaosdays) gefahren. Ganz nett, bislang deutlich größer als letztes mal in Wiesbaden. WLAN funktioniert nur durchwachsen, dummerweise hab ich kein Wired-Kabel mehr dabei.
Wir machen am Entropia-Stand grad AIGLX/Compiz-Späße, zwei Gentoo-Rechner schon mit versorgt und ein Debian wird grad auf Gentoo umgestellt. Ich halte später auch noch einen Lightning-Talk dazu, wer Lust auf wobbly Windows hat, darf vorbeikommen.
Kurzberichte zu Vorträgen kommen später noch ein paar,
Wir machen am Entropia-Stand grad AIGLX/Compiz-Späße, zwei Gentoo-Rechner schon mit versorgt und ein Debian wird grad auf Gentoo umgestellt. Ich halte später auch noch einen Lightning-Talk dazu, wer Lust auf wobbly Windows hat, darf vorbeikommen.
Kurzberichte zu Vorträgen kommen später noch ein paar,
Posted by Hanno Böck
in Code, Computer culture, Life, Security
at
16:10
| Comments (0)
| Trackbacks (0)
(Page 1 of 1, totaling 5 entries)