Monday, November 21. 2005
Freund Sober ist zurück
Irgendwie sitz ich an der Quelle, ich krieg in letzter Zeit extrem häufig Viren zugesandt, die von den meisten aktuellen AVs noch nicht erkannt werden und darf mich als Viren-Reporter betätigen.
Deshalb darf ich stolz vermelden, bevor heise etc. darauf hinweisen: Es ist ein neuer Sober unterwegs, firmiert unter den unterschiedlichsten Namen wie Sober.Y, Sober.U, Sober.AA, Sober.Z oder Sober.AD (wollten die AVs da sich nicht mal einigen? Sonderlich zu funktionieren scheint das ja nicht).
Der erste ging um 20:08 ein, Inhalt bei mir komplett deutschsprachig, variiert zwischen der Ankündigung, dass ich bei »Wer wird Millionär?« teilnehmen darf, eine eBay-Meldung, dass ich bei ihnen einen Account geöffnet hätte und eine Angebliche Strafverfolgung wegen Raubkopien (die Masche hatten wir auch schon länger nicht mehr).
Deshalb darf ich stolz vermelden, bevor heise etc. darauf hinweisen: Es ist ein neuer Sober unterwegs, firmiert unter den unterschiedlichsten Namen wie Sober.Y, Sober.U, Sober.AA, Sober.Z oder Sober.AD (wollten die AVs da sich nicht mal einigen? Sonderlich zu funktionieren scheint das ja nicht).
Der erste ging um 20:08 ein, Inhalt bei mir komplett deutschsprachig, variiert zwischen der Ankündigung, dass ich bei »Wer wird Millionär?« teilnehmen darf, eine eBay-Meldung, dass ich bei ihnen einen Account geöffnet hätte und eine Angebliche Strafverfolgung wegen Raubkopien (die Masche hatten wir auch schon länger nicht mehr).
"Schlaue" Anti-Spam-Technologien
In letzter Zeit hab ich von Mails dieser Sorte (als Reply auf Mails von mir, meist über Mailinglisten) bekommen:
A message you recently sent to a 0Spam.com user with the subject "Re: No sound with Pinnacle PCTV USB2" was not delivered because they are using the 0Spam.com anti-spam service. Please click the link below to confirm that this is not spam. When you confirm, this message and all future messages you send will automatically be accepted.
Das ganze Prinzip funktioniert also so: Man nimmt erstmal garkeine Mails mehr an, schickt auf jede ein Reply, in dem der Sender seine Adresse erstmal bestätigen muss, dann kommt die Mail durch.
Wie bescheuert muss man eigentlich sein, um sich sowas auszudenken? Ich meine, meine bescheidene Anmerkung: Schonmal überlegt, dass wenn das jeder machen würde, man garnicht mehr kommunizieren könnte (weil logischerweise die Bestätigungsanfrage-Mail vom gegenüberliegenden System geblockt wird)?
Wenn Deppen Anti-Spam-Maßnahmen entwickeln, kommen da halt leider allzuoft Kommunikations-Verhinderungs-Maßnahmen bei raus.
A message you recently sent to a 0Spam.com user with the subject "Re: No sound with Pinnacle PCTV USB2" was not delivered because they are using the 0Spam.com anti-spam service. Please click the link below to confirm that this is not spam. When you confirm, this message and all future messages you send will automatically be accepted.
Das ganze Prinzip funktioniert also so: Man nimmt erstmal garkeine Mails mehr an, schickt auf jede ein Reply, in dem der Sender seine Adresse erstmal bestätigen muss, dann kommt die Mail durch.
Wie bescheuert muss man eigentlich sein, um sich sowas auszudenken? Ich meine, meine bescheidene Anmerkung: Schonmal überlegt, dass wenn das jeder machen würde, man garnicht mehr kommunizieren könnte (weil logischerweise die Bestätigungsanfrage-Mail vom gegenüberliegenden System geblockt wird)?
Wenn Deppen Anti-Spam-Maßnahmen entwickeln, kommen da halt leider allzuoft Kommunikations-Verhinderungs-Maßnahmen bei raus.
Thursday, November 17. 2005
Die bösen Spiele sind schuld!
Okay, sich über Politiker lustig zu machen, ist vielleicht nicht besonders originell, aber das wollte ich meinen geneigten Blog-Lesern doch nicht entgehen lassen:
Die CSU-Abgeordnete Maria Eichhorn gibt telepolis ein Interview über Computerspiele. Schon die Überschrift, mit der gemachten Aussage "Unsere Forderung ist nicht populistisch" lässt einen ja schmunzeln (Populistisch? Wir? Niemals! Sowas würden wir nie tun! Doch nicht bei der CSU).
Besonders entlarvend fand ich ja folgende Frage:
Lassen sich denn Belege für eine Verbindung zwischen so genannten Killerspielen und Jugendgewalt anführen, wissenschaftliche Studien etwa?
Maria Eichborn: Gerade auch im Zusammenhang mit dem Schulmassaker in Erfurt 2002 hat es Bestätigungen gegeben, denen zufolge entsprechende Filme oder Spiele durchaus einen negativen Einfluss ausüben. Ursprünglich herrschte die Meinung vor, dass es ja nicht so schlimm sei, wenn diese Filme oder Spiele von den Eltern entsprechend begleitet würden. Weil sich das nicht bestätigt hat, besteht hier ein klarer Handlungsbedarf.
Hmm, schön drumrumgeredet. Die ehrliche Antwort wär vermutlich »Nein« gewesen. Aber das wär ja zu peinlich zuzugeben. Sucht man nach derartigen Studien, wird man an verschiedener Stelle fündig, etwa hier oder hier (vereinzelt auch andere Stimmen will ich jetzt nicht ausblenden, aber die Mehrheitsmeinung scheint eine andere zu sein). Eine Studie im direkten Zusammenhang mit den Ereignissen in Erfurt hab ich vergeblich gesucht. Was sich da genau "gerade auch" gezeigt hat, bleibt verborgen.
Ich neige ja persönlich, wenn ich überhaupt spiele, eher zu anderen Genres und musste kürzlich feststellen, dass mein aktuelles Lieblingsspiel, welches ich auch schon in die Kategorie »neumodisch« einsortiert hätte, auch schon fast 10 Jahre alt ist (Mario 64). Ich sehe die Entwicklung durchaus kritisch. finde es legitim zu fragen, warum sich der Computerspielemarkt seit Doom und Wolfenstein so stark in Richtung Gewaltspiele entwickelt. Mit so sinnfreiem Geblubber und so Kollateralschäden, dass man vor einigen Jahren mal eben ALLE Spiele per se kriminalisiert hat (nach dem deutschen Jugendschutzgesetz sind alle Spiele erstmal ab 18, solang sie keine kostenpflichtige Freigabe beantragen) und sonstigem unsachlichem Blödsinn trägt man dazu aber ganz sicher nicht bei.
Was der tp-Autor leider nicht gefragt hat: Ich würde stark vermuten, dass Frau Eichborn sich noch nie wirklich mit der Thematik außeinandergesetzt hat, dass sie vermutlich noch nie auf einer LAN-Party war, um mit den Leuten zu reden.
Zum Abschluss fragt telepolis:
Sie haben die sozialen Hintergründe von Gewalt angeführt. Verdeckt die Debatte um die Schuld so genannter Killerspiele aber nicht gerade eine notwendige weiter führende Diskussion über gesellschaftliche Hintergründe von Gewalt hierzulande, Armut und soziale Ausgrenzung etwa?
Maria Eichhorn: Diese Punkte haben wir in unserem Koalitionsvertrag ja auch drin.
Dann ist ja alles gut.
Die CSU-Abgeordnete Maria Eichhorn gibt telepolis ein Interview über Computerspiele. Schon die Überschrift, mit der gemachten Aussage "Unsere Forderung ist nicht populistisch" lässt einen ja schmunzeln (Populistisch? Wir? Niemals! Sowas würden wir nie tun! Doch nicht bei der CSU).
Besonders entlarvend fand ich ja folgende Frage:
Lassen sich denn Belege für eine Verbindung zwischen so genannten Killerspielen und Jugendgewalt anführen, wissenschaftliche Studien etwa?
Maria Eichborn: Gerade auch im Zusammenhang mit dem Schulmassaker in Erfurt 2002 hat es Bestätigungen gegeben, denen zufolge entsprechende Filme oder Spiele durchaus einen negativen Einfluss ausüben. Ursprünglich herrschte die Meinung vor, dass es ja nicht so schlimm sei, wenn diese Filme oder Spiele von den Eltern entsprechend begleitet würden. Weil sich das nicht bestätigt hat, besteht hier ein klarer Handlungsbedarf.
Hmm, schön drumrumgeredet. Die ehrliche Antwort wär vermutlich »Nein« gewesen. Aber das wär ja zu peinlich zuzugeben. Sucht man nach derartigen Studien, wird man an verschiedener Stelle fündig, etwa hier oder hier (vereinzelt auch andere Stimmen will ich jetzt nicht ausblenden, aber die Mehrheitsmeinung scheint eine andere zu sein). Eine Studie im direkten Zusammenhang mit den Ereignissen in Erfurt hab ich vergeblich gesucht. Was sich da genau "gerade auch" gezeigt hat, bleibt verborgen.
Ich neige ja persönlich, wenn ich überhaupt spiele, eher zu anderen Genres und musste kürzlich feststellen, dass mein aktuelles Lieblingsspiel, welches ich auch schon in die Kategorie »neumodisch« einsortiert hätte, auch schon fast 10 Jahre alt ist (Mario 64). Ich sehe die Entwicklung durchaus kritisch. finde es legitim zu fragen, warum sich der Computerspielemarkt seit Doom und Wolfenstein so stark in Richtung Gewaltspiele entwickelt. Mit so sinnfreiem Geblubber und so Kollateralschäden, dass man vor einigen Jahren mal eben ALLE Spiele per se kriminalisiert hat (nach dem deutschen Jugendschutzgesetz sind alle Spiele erstmal ab 18, solang sie keine kostenpflichtige Freigabe beantragen) und sonstigem unsachlichem Blödsinn trägt man dazu aber ganz sicher nicht bei.
Was der tp-Autor leider nicht gefragt hat: Ich würde stark vermuten, dass Frau Eichborn sich noch nie wirklich mit der Thematik außeinandergesetzt hat, dass sie vermutlich noch nie auf einer LAN-Party war, um mit den Leuten zu reden.
Zum Abschluss fragt telepolis:
Sie haben die sozialen Hintergründe von Gewalt angeführt. Verdeckt die Debatte um die Schuld so genannter Killerspiele aber nicht gerade eine notwendige weiter führende Diskussion über gesellschaftliche Hintergründe von Gewalt hierzulande, Armut und soziale Ausgrenzung etwa?
Maria Eichhorn: Diese Punkte haben wir in unserem Koalitionsvertrag ja auch drin.
Dann ist ja alles gut.
Wednesday, November 9. 2005
Clients for video podcasting
As Netzpolitik is reporting about the german Tagesschau having a video podcast, I was looking around for free video podcasting (or vlogging) clients.While with amarok, we have a great audio player supporting podcasts, the most common free video players don't have any support for feeds (xine, totem, kaffeine). vlc seems to have something in svn, but not for the current and the next version. I've once tried this, but failed to get it running.
After some googling around, kmplayer seems to be the solution. kmplayer can use rss-feeds from podcasts as playlists, supports several backends (mplayer, xine, gstreamer) and is probably worth having a closer look at it.
Posted by Hanno Böck
in Computer culture, English, Gentoo, Linux, Movies
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15:07
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Thursday, November 3. 2005
Hugi 31 with my article about free software and demoscene released
The Hugi Diskmag, which is a diskmag (ok, not really on disks any more) of the demoscene, just released it's 31th issue, containing my article about the demoscene and free software I've published here a while bag.
Hugi is released as a windows-executable, the windowed mode works fine in WINE, the fullscreen-mode doesn't (any wine-hackers around that want to fix this?).
Hugi is released as a windows-executable, the windowed mode works fine in WINE, the fullscreen-mode doesn't (any wine-hackers around that want to fix this?).
Posted by Hanno Böck
in Computer culture, English, Gentoo, Linux
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22:39
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Sony installs Rootkit-like software for DRM
As reported on several news-pages the last days, the author of the rootkit-protection sofware RootkitRevealer discovered that some Sony Audio CDs install rootkit-like software on your PC.
This is only a very grave case that shows why Digital Rights Management is bad.
The way this and several other copy protected CDs work: You cannot play them with your usual CD-player software on your PC, only if you install some special software delivered on the CD itself.
Beside the fact that you can only use such software if you're using the operating system they write the software for (which is usually Windows) and the fact that you cannot use the audio player of your choice, this leads to a number of other problems.
What this case shows: If you want to play DRM music, you often have to install "something" on your PC you don't know what it really does. You have to trust some unknown software just to play a CD you've bought, and in this case some software that probably leads to security problems, stays on your system without your knowledge and always uses some system ressources.
But think about some other scenarios: You find the CD in let's say 20 years, want to hear it just to find out that nobody uses Windows XP any more, that the software doesn't run on current computers (whatever they'll look like in 20 years). You have no access to the content any more. This is one big issue with DRM-systems: You'll never know how long they'll work.
If you buy a song in iTunes today, you don't know if apple still exists in 20, 30, or even let's say 50 years and if their online-DRM-check finds anything. Same goes with MS/WMA-based DRM-systems. Let's even imagine you want to access some DRM-proted content when the content is no longer copyrighted, you have the right to copy it, but cannot do so.
DRM-systems will have big consequences on the accessibility of older content in the future and that's a big threat to culture at all.
This is only a very grave case that shows why Digital Rights Management is bad.
The way this and several other copy protected CDs work: You cannot play them with your usual CD-player software on your PC, only if you install some special software delivered on the CD itself.
Beside the fact that you can only use such software if you're using the operating system they write the software for (which is usually Windows) and the fact that you cannot use the audio player of your choice, this leads to a number of other problems.
What this case shows: If you want to play DRM music, you often have to install "something" on your PC you don't know what it really does. You have to trust some unknown software just to play a CD you've bought, and in this case some software that probably leads to security problems, stays on your system without your knowledge and always uses some system ressources.
But think about some other scenarios: You find the CD in let's say 20 years, want to hear it just to find out that nobody uses Windows XP any more, that the software doesn't run on current computers (whatever they'll look like in 20 years). You have no access to the content any more. This is one big issue with DRM-systems: You'll never know how long they'll work.
If you buy a song in iTunes today, you don't know if apple still exists in 20, 30, or even let's say 50 years and if their online-DRM-check finds anything. Same goes with MS/WMA-based DRM-systems. Let's even imagine you want to access some DRM-proted content when the content is no longer copyrighted, you have the right to copy it, but cannot do so.
DRM-systems will have big consequences on the accessibility of older content in the future and that's a big threat to culture at all.
Posted by Hanno Böck
in Computer culture, Copyright, English
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21:54
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