Thursday, September 29. 2005
Buchrezension "Unter Aufsicht", Magnus Czora
Vorneweg: Der Autor des Buches ist ein guter Freund von mir, deshalb ist die Rezension sicher entsprechend gefärbt.
"Unter Aufsicht" beschreibt die Geschichte eines Jugendlichen, der Kontakt zur linken Szene bekommt und sich damit gegen sein bisheriges Leben auflehnt. Gegen den reaktionären Vater, der für's Militär arbeitet, gegen eine Schule, die jedem bißchen Aufbegehren mit drakonischen Strafen begegnet. Der Junge erlebt, was Polizeigewalt bedeutet, als er unschuldig bei einer antifaschistischen Demonstration festgenommen wird, flieht mehrmals aus dem Elternhaus, beteiligt sich an Demonstrationen gegen Castor-Transporte, lebt in besetzten Häusern, bricht irgendwann völlig den Kontakt zu seinem bisherigen Leben ab.
Ganz am Ende wird es etwas konfus, ist aber nicht weiter schlimm, insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut. Auch wenn meine eigene Sozialisation nie einen so starken Bruch mit den gesellschaftlichten Verhältnissen beinhaltete, konnte ich mich doch an vielen Stellen mit dem Ich-Erzähler identifizieren. Das Buch ist eine Anklage an eine Gesellschaft, die jeden, der sich ihr nicht völlig unterwirft, der nicht nach ihren Gesetzen lebt, ausgrenzt.
Das Buch kann für 5 EUR beim Autor bestellt werden (der jetzt auch ein Blog schreibt).
"Unter Aufsicht" beschreibt die Geschichte eines Jugendlichen, der Kontakt zur linken Szene bekommt und sich damit gegen sein bisheriges Leben auflehnt. Gegen den reaktionären Vater, der für's Militär arbeitet, gegen eine Schule, die jedem bißchen Aufbegehren mit drakonischen Strafen begegnet. Der Junge erlebt, was Polizeigewalt bedeutet, als er unschuldig bei einer antifaschistischen Demonstration festgenommen wird, flieht mehrmals aus dem Elternhaus, beteiligt sich an Demonstrationen gegen Castor-Transporte, lebt in besetzten Häusern, bricht irgendwann völlig den Kontakt zu seinem bisherigen Leben ab.
Ganz am Ende wird es etwas konfus, ist aber nicht weiter schlimm, insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut. Auch wenn meine eigene Sozialisation nie einen so starken Bruch mit den gesellschaftlichten Verhältnissen beinhaltete, konnte ich mich doch an vielen Stellen mit dem Ich-Erzähler identifizieren. Das Buch ist eine Anklage an eine Gesellschaft, die jeden, der sich ihr nicht völlig unterwirft, der nicht nach ihren Gesetzen lebt, ausgrenzt.
Das Buch kann für 5 EUR beim Autor bestellt werden (der jetzt auch ein Blog schreibt).
Tuesday, September 6. 2005
Per Anhalter durch die Galaxis (Film)
Nachdem Hannes sich kürzlich und Bernd schon vor ner ganzen Weile das schon getan haben, wollte ich mich auch noch zur Verfilmung des Anhalters äußern, den ich mir kürzlich reingezogen hab.
Mein Eindruck des Films lässt sich am besten mit "überflüssig" beschreiben. Das Buch lebt von seinen herrlichen, völlig sinnfreien Beschreibungen irgendwelcher Sachverhalte im Weltraum. Natürlich kann man die Gedanken des Walfisches in seinem 2-minütigem Leben auch von einem Background-Sprecher vorlesen lassen - nur bringt es keinerlei Mehrwert im Vergleich zur Textversion. Das Buch hat zwar theoretisch eine Story, diese ist jedoch mehr oder weniger nur schmückendes Beiwerk, bzw. Rahmenprogramm für derartige Textstellen.
Insgesamt stimme ich weitestgehend Bernds Urteil zu: Das Buch hat nichts, einfach mal garnichts, was in irgendeiner Weise eine Verfilmung rechtfertigen würde. Insofern ist dem Regisseur kein Vorwurf zu machen, höchstens der, dass er sich einen anderen Filmstoff hätte suchen sollen.
Wer das Buch noch nicht kennt: lesen! (egal ob ihr den Film schon gesehn habt oder nicht)
Wer das Buch kennt und den Film noch nicht: ihr habt nichts verpasst.
(gerade das "Restaurant am Ende des Universums"-lesend und die anderen Bände hol ich mir sicher auch bald)
Mein Eindruck des Films lässt sich am besten mit "überflüssig" beschreiben. Das Buch lebt von seinen herrlichen, völlig sinnfreien Beschreibungen irgendwelcher Sachverhalte im Weltraum. Natürlich kann man die Gedanken des Walfisches in seinem 2-minütigem Leben auch von einem Background-Sprecher vorlesen lassen - nur bringt es keinerlei Mehrwert im Vergleich zur Textversion. Das Buch hat zwar theoretisch eine Story, diese ist jedoch mehr oder weniger nur schmückendes Beiwerk, bzw. Rahmenprogramm für derartige Textstellen.
Insgesamt stimme ich weitestgehend Bernds Urteil zu: Das Buch hat nichts, einfach mal garnichts, was in irgendeiner Weise eine Verfilmung rechtfertigen würde. Insofern ist dem Regisseur kein Vorwurf zu machen, höchstens der, dass er sich einen anderen Filmstoff hätte suchen sollen.
Wer das Buch noch nicht kennt: lesen! (egal ob ihr den Film schon gesehn habt oder nicht)
Wer das Buch kennt und den Film noch nicht: ihr habt nichts verpasst.
(gerade das "Restaurant am Ende des Universums"-lesend und die anderen Bände hol ich mir sicher auch bald)
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