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John Lennon als Drogentoter

Monday, July 2. 2007, 21:20
BibelfreaksNoch eine kleine Anekdote vom Southside: Dort tummelte sich eine Gruppe von christlichen Fundamentalisten, die an einem Infostand Drogen-»Aufklärung« betrieben. So fand sich dort etwa eine Broschüre, in der auf die Gefahren von einer Überdosis bei Cannabiskonsum gewarnt wurde.

Noch interessanter indes war ein kleines Büchlein, in welchem die tragischen Geschichten verschiedener Rocklegenden, die an Drogen starben, aufgezählt waren. Nebst den zu erwartenden fand dort auch John Lennon Erwähnung - welcher im Alter von 40 Jahren erschossen wurde.
Weswegen nun selbiger als Drogentoter zu gelten hat, erklärt man so: John Lennon betrieb ein ausschweifendes Leben mit Sex und Drogen, welches ihn auch zu okkultistischen Ritualen führte. Desweiteren gab Lennon zu Lebzeiten zu, Heroin und LSD konsumiert zu haben. Auch in den Songs der Beatles finden sich Hinweise auf Drogen und Okkultismus.
Und nun die schockierende Erkenntnis: Der Attentäter, Mark Chapman (übrigens im Buch falsch Marc geschrieben), gab nach seiner Tat zu, dass Stimmen des Teufels ihn zum Mord verleitet hätten.

Ergo: Drogenkonsum - Okkultismus - der Teufel schickt einem einen Mörder vorbei. Angesichts dieser bahnbrechenden Erkenntnis müssen wohl sämtlichen Drogenstatistiken umgeschrieben werden.

Ich hätte den Text auch abgetippt, aber da das Büchlein kostenpflichtig auf der Seite soulsaver.de zu erstehen ist, im übrigen ein reichhaltiger Fundus an christlich-fundamentalistischer Absonderlichkeiten, befürchtete ich Copyrightklagen.

Bleibt noch die Frage, wieso auf dem »alternative music festival« Southside überhaupt solch einer Gruppe erlaubt wird, einen Infostand zu betreiben. Allerdings, der Auftritt von Marilyn Manson und der nicht zu verachtende Humorfaktor der Gruppe entschädigten doch :-)

Southside 2007

Friday, June 22. 2007, 11:34
Normalerweise hätte ich jetzt einen Beitrag verfasst, dass ich gleich auf's Southside fahre, dass das bestimmt extrem cool wird und hätt mich noch darüber aufgeregt, dass Marilyn Manson und Deichkind zur selben Zeit spielen sollen.

Das Ganze wird getrübt durch die Tatsache, dass gestern ein Mensch beim Aufbau ums Leben kam. Die Zeltbühne fällt wohl sowieso aus (womit sich o. g. Kollission erledigt, da Deichkind wohl ausfällt) und es wird sicher eine etwas gedrückte Festivalstimmung sein.

Ob's Liveberichte gibt kann ich grad noch nicht sagen, da ich selbst noch nicht in der Welt des vollständig mobilen Internets angekommen bin (und UMTS wird's in Neuhausen/Eck sowieso nicht geben).

Update: Liveberichte gab's, wie man feststellen konnte, keine (auf dem G8-Camp ging's da moderner zu, da gab's WLAN), aber dafür ein paar Bilder (werden noch mehr, sobald ich mein Handy dazu überredet habe, mit meinem Laptop zu reden).

Southside vorbei

Monday, June 26. 2006, 19:35
Bilder vom SouthsideSeit einem Tag wieder in der Zivilisation. Das Southside-Festival zwischen Tuttlingen und Neuhausen ob Eck (das ist ungefähr da, wo man denkt, hinter dem nächsten Berg hört die Welt auf, im Niemandsland zwischen Stuttgart und Bodensee) hat gerockt.
Nebst einigen philosophischen Diskussionen ob der Kulturbruch schon beim Wohnmobil oder erst bei Hotel & Taxi anfängt oder wie gut sich Deutschlandfahnen mit Che Guevarra vertragen, verbrachten wir drei heiße Tage in zwei Zelten. Meine Idee, sich das nächste Mal als Blogger für Pressekarten akkreditieren zu lassen, kommentierte Lars mit der Anmerkung, dass die Unkenntnis über die meisten Bands auf der Upline vielleicht nicht unbedingt die beste Voraussetzung hierfür sei.
Mein persönliches Highlight war der Auftritt von Apocalyptica, viel zu kurz aber immerhin mit drei Zugaben (erscheint mir mit einem gestressten Organisationsteam im Rücken, die einen Zeitplan einhalten wollen, eher viel). Muss ich mir mal exklusiv geben, wenn die auf Tour sind.

Beendet wurde das ganze etwas abrupt durch den über Süddeutschland fegenden Orkan. Ich lag gerade noch in der Wiese und betrachtete den Himmel, als ich erst Schreie hörte und plötzlich Regentropfen fühlte, um dann nach dem Aufrichten Zelte durch die Luft fliegen zu sehen. Videomaterial und Bilder siehe unten. Wir waren sehr froh, zu diesem Zeitpunkt bereits unsere Zelte eingepackt zu haben. Die nächsten 1,5 Stunden verbrachten wir dann auf der Afterparty im Parkplatzstau.

Visuelle Eindrücke:
Bilder vom Southside
Orkan auf dem Southside Teil 1
Orkan auf dem Southside Teil 1
Orkan auf dem Southside Teil 1
Experimente mit Mentos und Coca-Cola light

Das letzte Video mit freundlichem Dank an Stefan, alle Videos wie üblich im OGG Theora Format.

Southside

Friday, June 23. 2006, 12:14
Die nächsten Tage werd ich mit einigen werten Bloggerkollegen auf dem Soutside-Festival verbringen.

Ob ich vor Ort die Möglichkeit haben werde, live zu bloggen, weiss ich noch nicht, aber vielleicht findet sich ja das ein oder andere Internetterminal.
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