Entries tagged as sciencefiction

Review on Pioneer One

Wednesday, March 23. 2011, 20:37
Pioneer OnePioneer One is a science fiction series. What's special about it: It's completely supported by donations and it's distributed via BitTorrent. It comes under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike license.

I read about the first episode a while back, but I forgot about it. Recently, I stumbled upon it again and took the opportunity to watch it. Up until now, just two episodes are completed, Episode three is announced for 28th of March and Episode four is in production. Further episodes will depend on the donations they get.

The rough story: A space ship is coming down over Montana and lands in Canadian territory. It spreads radiation, so the first suspicion is that it might be a terrorist attack. They find a probably russian human inside the ship, unconscious, with signets from the Sovjet Union. Their suspicion: The Sovjet Union has sent humans to settle on Mars and this one is a child coming back. The case is investigated by members of the US department of homeland security.

I found it pretty good. You can see overall that it's an independent production (for example the offices just don't look like offices from the US department of homeland security), but that makes no odds. The storyline is exciting, the actors do their job pretty well, the characters are interesting. My favorite character until now is Zachary Walzer, a scientist who's been endorsing Mars missions to the US authorities for a long time.

From the story concept, I'm not sure how this will make a very long series. At the moment it sounds like at some point they know what's going on and then it may not be interesting any more. Though there were some hints in which direction it might get to continue the story after that. I'm looking forward to see more.

If I raised your interest, go ahead and download Pioneer One.

Rapid Prototyping, 3D-Drucker, RepRap

Wednesday, June 4. 2008, 23:05
Zum Thema Rapid Prototyping und dessen möglicherweise gravierenden gesellschaftlichen Auswirkungen las ich das erste mal in einen Text der Zukunftswerkstatt Jena, der im sehr lesenswerten Büchlein »Herrschaftsfrei Wirtschaften« veröffentlicht wurde (welches es auch komplett zum Download gibt).

Aber der Reihe nach: In der Debatte um freie Software, speziell in eher politisierten Kreisen (Stichworte sind hier etwa Ökonux oder das Keimform-Blog), wird des öfteren die Frage aufgeworfen, ob die Art und Weise, wie freie Software produziert wird, nicht als Modell für gesellschaftliches Wirtschaften insgesamt herhalten kann. Dabei wird oft der Begriff »Keimform« aus der Wertkritik gebraucht, der etwas bezeichnet, was zwar im bestehenden Kapitalismus und dessen Kontext stattfindet, aber erste Züge anderer Strukturen aufweist.

Nun stellt sich naiverweise erstmal die Herausforderung, dass immaterielle Güter (Software, Musik, Text) mit vernachlässigbarem Aufwand kopiert werden können, insofern die Adaption der Prinzipien freier Software hier nahe liegt (bestes Beispiel die Wikipedia), im Gegensatz dazu natürlich materielle Güter hier herausfallen, weil sie immer noch einen vergleichsweise großen Produktionsaufwand pro Stück besitzen.

Die Science-Fiction-lastig anmutende Frage »Lässt sich das ändern?« bringt uns nun zurück zum Thema Rapid Prototyping. Damit werden Verfahren bezeichnet, komplett automatisiert Gegenstände zu erschaffen, im einfachsten Beispiel etwa die (schon länger technisch machbaren) 3D-Drucker, die Kunststoffgebilde nach Computervorbild erschaffen können. Weiter gedacht könnten derartige Gerätschaften, wenn sie mit unterschiedlichen Materialien arbeiten, auch zur Produktion komplexerer Geräte genutzt werden.

Das Ziel, was sich vor einigen Jahren der Wissenschaftler Adrian Bowyer setzte, lautet nun: Eine Maschine, welche in der Lage ist, sich selbst neu zu erschaffen. Sozusagen vergleichbar mit dem Schritt, als der erste Compiler lernte, sich selbst zu übersetzen.

Heute vermeldet Golem, dass es erstmals gelungen ist, einen sogenannten RepRap dazu zu bringen, sich selbst zu reproduzieren. Von der Gesellschaft freier Güter mögen wir sicher noch ein Stück entfernt sein, sollte der RepRap allerdings tatsächlich das leisten, was seine Erfinder vermeldeten, sind wir ihr möglicherweise ein gutes Stück näher.

Achja: Der RepRap steht mit der GPL selbstverständlich unter einer freien Lizenz.

Krieg der Welten - Belanglosigkeit der Filmgeschichte

Wednesday, July 6. 2005, 00:16
Man nehme die Story eines Films, der schon vor vielen Jahren schlecht war (Independence Day), ändere den Plot hier und da ein wenig, tausche große Raumschiffe in Dreibeinige Cyborgs um, füge noch eine tragische Figur ein, die im Lauf des Films zum heimlichen Held mutiert, gebe einen bekannten Regisseur dazu, mische gut durch und heraus kommt Krieg der Welten.
So kam mir das ganze irgendwie vor. Die Geschichte ist so banal, simpel und Hollywoodstyle, Aliens, die die Erde angreifen, bringen's irgendwie halt nicht, das hatten wir schon zu oft. Und wenn man sowas ausgräbt, sollte man sich doch zumindest Mühe geben. Oder sei mal die kurze, belanglose Frage in den Raum gestellt, warum diese ach so überlegenen Aliens nichtmal über Wärmebildkameras verfügen.

Was den Film noch etwas rettet: Die Brutalität, in der sich die Menschen in der Extremsituation begeben, hebt den Film dann doch etwas vom üblichen Einheitsbrei ab. Als belangloser Kinoabend taugts noch, den Wirbel, der darum gemacht wurde, ist für einen sehr zweitklassigen Film aber absolut nicht angebracht.

Julian sieht das anders, was uns grad schon zu ner
Diskussion über Filmrezeptionen in Gruppen brachte. Retro-Park hat eine ambivalente Sichtweise vom Film, auch lesenswert.

Im Gegensatz zu Julian hat sich für mich durchaus bestätigt: Wer sowas nötig hat (telepolis-Artikel über Journalistengängelung und Raubkopierer-Wahn bei der Filmpremiere), der hat wohl keinen guten Film zu bieten.

Krieg der Welten DVD
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