Entries tagged as html

HTML richtig benutzen: max-width und wie heise es falsch macht

Wednesday, August 13. 2008, 15:00
Die Webseite von heise besitzt ein neues Design.

Für Freunde des anspruchsvollen HTML-Designs stößt dieser Abschnitt in der Meldung bitter auf:
Für langjährige Nutzer von heise online etwas ungewohnt dürfte die feste Seitenbreite sein. Diese hat sich inzwischen jedoch bei nahezu allen News-Portalen etabliert. Gerade bei sehr großen Monitoren ist es sehr unergonomisch, Zeilen zu lesen, die so breit sind wie eine Zeitschrift hoch ist.

Das Problem ist durchaus nachvollziehbar, insbesondere da Widescreen-Notebooks ja heutzutage mehr oder weniger zum Standard geworden sind (im übrigen meiner Meinung nach eine Sache, deren Erklärung ich noch harre - und mich ärgere, dass die Auswahl für mein nächstes Laptop dadurch enorm zusammenschrumpft). Weniger nachvollziehbar ist die verwendete Lösung, schlicht eine Festbreite einzusetzen, welche die Nutzbarkeit auf geringen Auflösungen oder nicht im Vollbild dargestellten Seiten (RSS-Reader!) doch enorm einschränkt.

Denn die Designer von HTML und CSS haben dieses Problem durchaus bedacht und auch eine Lösung dafür ersonnen: Die CSS-Properties max-width, max-height, min-width und min-height.

Damit möglich wird genau das, was man eigentlich in solch einem Fall möchte: Bei geringer Fensterbreite wird das Objekt dynamisch angepasst, ab einer bestimmten Größe nicht mehr.

Beispiel: Folgender Kasten wird maximal 400 Pixel breit. Bei geringen Auflösungen (auszuprobieren durch verkleinern des Browserfensters) passt er sich jedoch an.

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.


Dass dieses Feature unter HTML-Designern noch relativ wenig Bekanntheit genießt, dürfte einen Grund haben: Zwar wurde max-width schon 1998 erfunden (CSS 2.0), die Unterstützung in Browsern (insbesondere dem von dieser Firma aus Redmond, aber auch andere, Konqueror konnte es auch noch nicht als ich das erste Mal darüber gelesen habe) war jedoch schlicht nicht vorauszusetzen. Mit der Version 7 ist jedoch selbst im Internet Explorer dieses Feature angekommen, weswegen einer Verwendung nichts mehr im Wege stehen sollte.

Wer auf die immer noch zahlreichen IE6-Nutzer verweist, möge eben eine Browserweiche einbauen - aber nicht die Nutzer moderner Software mit technischen Unzulänglichkeiten der 90er belästigen.

(Danke an Bernd, der mich auf die heise-Meldung aufmerksam machte, jedoch mangels Motivation nicht selbst darüber bloggen wollte.)

ACID3 with webkit-gtk and midori

Sunday, July 6. 2008, 14:30
ACID3 in midoriSeems with the latest versions of webkit-gtk and midori, a long-standing crasher-bug got fixed and it now allows you to run the browser-test ACID3.

I just bumped the webkit-gtk ebuild in Gentoo to the latest snapshot.

ACID3 is a test for the standards compliance of modern web browsers. I wrote about ACID2 some years ago.

Neues beim W3C-Validator

Saturday, July 28. 2007, 23:01
Zum guten Stil professionellen Webdesigns gehört inzwischen, valides (d. h. fehlerfreies) HTML einzusetzen. Testwerkzeug hierfür ist der Validator des W3C, dem Gremium, welches für die Standardisierung von HTML und Co. verantwortlich ist. Für einige Anforderungen, etwa Barrierefreiheit, ist valider Code sogar Voraussetzung (auch wenn viele Anbieter behaupten, barrierefreie Seiten zu erstellen, und dieses Grundkriterium nicht erfüllen).

Der Validator kommt seit kurzem in zeitgemäßerem Design und einigen neuen Features. Einige zusätzliche Fehlermeldungen und Warnungen erfordern nun noch mehr Sorgfalt vom Webdesigner.

Als erstes wurde mir mitgeteilt, dass meine XHTML-Seiten doch bitte mit dem MIME-Type xml ausgeliefert werden sollten, was ich ja gerne schon seit Jahren tun würde. Leider ist da wohl noch Stand der Dinge, dass ein Browser eines gewissen großen Herstellers, der unverständlicherweise immer noch sehr verbreitet ist, selbst in der neuesten Version 7 (die immerhin mal die gröbsten HTML/CSS-Bugs ausgemerzt hat), XHTML-Dokumente immer noch nicht mit XML-Mimetype akzeptiert.

Als kleiner Tipp, den ich immer wieder nützlich finde: Für XHTML-Seiten und andere XML-basierte Dokumente (etwa RSS und Atom-Feeds), kann mit
lynx --source http://someurl/ | xmllint --noout -

auf einfache Weise die Korrektheit des Codes überprüft werden. Ein Cron-Job ist hier sicher eine gute Idee.

Best viewed with any browser?

Sunday, February 11. 2007, 00:42
Now, if you've been on the internet a bit longer, you may remember those sites at the end of the 90s telling you that they're »best viewed with a resolution of 1024x768 and the Microsoft Internet Explorer version 6.0". Luckily, most of those pages disappeared with the upcoming success of Mozilla Firefox and others (oh, there are still some, e. g. the cinema in my home town, but ie6 runs on wine).

As you may know, I'm a happy KDE user and have been using Konqueror as my everyday browser for some time now. Recently, I discovered more and more pages I couldn't use any more. I had to start this thing called Firefox. I don't like it, but that is not the point here.
I even noticed today that ebay has a new interface that konqueror doens't like.

This is a result of the more and more upcoming AJAX/JavaScript-stuff, which is often nice, I saw a lot of well designed web applications lately (ok, I saw a lot of crap, too). I'm not enough into JavaScript to know if it's the lack of support by Konqueror or the pages. I just hope that people will come together and find solutions for that. I remember that there was some discussion about using webcore (the khtml-fork used by apples safari) for konqueror, don't know if that would make it better, maybe some users of this drm-crippled system could comment on that.

Alles was recht ist... aber nicht beim Justizministerium

Wednesday, October 13. 2004, 21:45
Nach diversen Schmutzkampagnen von Musik- und Filmindustrie meint nun neuerdings auch das Bundesjustizministerium, bei der Kampagne gegen das Böse an sich, die Raubkopierer, Tauschbösennutzer, CD-Brenner, einzureihen.
Kopien brauchen Originale heißt das ganze. Über den Inhalt will ich mich jetzt gerade mal nicht allzusehr auslassen, ich glaube zu dem Thema ist schon genug gesagt worden, ich verweise hier einfach mal auf den Kommentar im Blog von Basquiat.
Nun, beim durchklicken ist mir dann aufgefallen, dass es dort ein Wissensspiel gibt (ich kann das leider nicht direkt verlinken, weil im Link irgendwie ne Session-ID drin ist, sorry). Das Spiel selbst ist eher langweilig, wobei der Name Gesinnungstest glaub ich treffender wäre. Ich habe, durch Verleugnung meiner eigenen Meinung alle Fragen richtig beantwortet (aber nein, liebes Justizministerium, ich bewerb mich nicht bei Euch um einen Job).
Interessant ist, dass es sich bei dem Spiel um ein Flash-Spiel handelt. Das ist einmal völlig überflüssig, da es sich um ein simples Quiz mit anklickbaren Antworten handelt, was sich auch problemlos, gänzlich ohne solche Scherze, in HTML realisieren lässt. Zum anderen könnte man natürlich auch fragen, wieso eine aus Steuergeldern finanzierte Bundesbehörde ein proprietäres Format eines Herstellers unterstützt und damit Werbung für diesen macht.

Beim Grübeln ist mir aber dann doch eingefallen, dass es ja außer dem Urheberrecht noch mehr Recht und Gesetz in diesem Land gibt. Ja, und man mag es kaum glauben, aber ab und zu (ganz selten) halte ich das was da drinsteht sogar für halbwegs sinnvoll. Ein solches Regelwerk ist die BITV, die "Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz".
Sinn der BITV ist es, Regeln festzulegen, wie Internetauftritte gestaltet werden müssen, damit sie von Behinderten (etwa Sehbehinderte mit Lesegeräten) bedient werden können. Jede Menge Infos dazu und zu behindertengerechten Webauftritten gibt's bei Einfach für Alle. §1 der BITV lautet:

Die Verordnung gilt für:
Internetauftritte und -angebote,
Intranetauftritte und -angebote, die öffentlich zugänglich sind, und
mittels Informationstechnik realisierte graphische Programmoberflächen, die öffentlich zugänglich sind,
der Behörden der Bundesverwaltung.


Nun, soweit ich informiert bin, ist das Justizministerium eine Behörde der Bundesverwaltung.
Wenn wir dann weiterlesen, finden wir in den Anforderungen diesen interessanten Satz:

Für jedes Nicht-Text-Element ist ein äquivalenter Text bereitzustellen. Dies gilt insbesondere für: Bilder, graphisch dargestellten Text einschließlich Symbolen, Regionen von Imagemaps, Animationen (z. B. animierte GIFs), Applets und programmierte Objekte, Zeichnungen, die auf der Verwendung von Zeichen und Symbolen des ASCII-Codes basieren (ASCII-Zeichnungen), Frames, Scripts, Bilder, die als Punkte in Listen verwendet werden, Platzhalter-Graphiken, graphische Buttons, Töne (abgespielt mit oder ohne Einwirkung des Benutzers), Audio-Dateien, die für sich allein stehen, Tonspuren von Videos und Videos.

Nun, ein Flash-Spiel ist ohne zweifel ein Applet und ein programmiertes Objekt. Als solches hätte es laut der BITV eine alternative Text-Version geben MÜSSEN!

Da kann man ja nur noch sagen
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!
(Page 1 of 1, totaling 5 entries)