Blick auf den Stromverbrauch von Router und DSL-Modem

Thursday, September 18. 2008, 13:56
Ich überlegte heute, hier die bisherige DSL-Installation (Buffalo-Router mit DD-Wrt und uraltes Telekom-DSL-Modem) durch eine FritzBox zu ersetzen. Dabei versuchte ich insbesondere, den Stromverbrauch im Auge zu behalten.

Die FritzBox schluckt cirac 8 Watt Strom, was schon etwas mehr ist als der Buffalo (5 Watt), beide jeweils mit WLAN. Die FritzBox hat zudem nur zwei Netzwerkanschlüsse (zu wenig), weswegen noch ein Switch dazukommt. Der Switch verbraucht jedoch nur erfreulich wenig (2 Watt).

Erschrocken bin ich aber dann doch beim Messen des Verbrauchs des alten Telekom-DSL-Modems. Das dürfte noch eines aus der ersten Generation sein, als die noch nicht Pink waren. Es schlug allein mit ganzen 7 Watt zu Buche. Da die Fritzbox ein selbiges integriert hatte (was mir vermutlich auch etwas mehr Geschwindigkeit bringt, da inzwischen DSL 6000), schluckt die neue Kombination nun ca. 10 Watt, im Vergleich zu vorher 12.

Wohlgemerkt, das geht alles sicher noch deutlich besser, aber das hier war jetzt nur mit Hardware, die ich sowieso rumstehen hatte. Der Verbrauch hat doch häufig nicht ganz unerhebliche Unterschiede, besonders wenn man bedenkt, dass es sich bei DSL-Modems und Routern üblicherweise um Dauer-Stromverbraucher handelt. Die Ersparnis beträgt (mit Ökostrom aus Schönau) ungefähr 4 EUR im Jahr.

Kleiner Wehrmutstropfen: Für die FritzBox Fon WLAN 7050 gibt es aktuell wohl keine freie Alternativfirmware.

Im übrigen lohnt es sich, an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass das EU-Energielabel sich nebst anderer Probleme nur auf einen Bruchteil der im Handel befindlichen Gerätschaften bezieht - und IT-Spielzeug praktisch komplett ausgenommen ist. Was eigentlich angesichts der aktuellen Klimaschutzdebatte ein ziemlicher Skandal ist.

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Comments
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Es gibt zwar keine Alternativfirmware, aber Freetz hilft hier durchaus weiter.
#1 Alex (Link) on 2008-09-19 00:36
Dito, Freetz ist wirklich brauchbar (auch wenn ich mir manchmal wünschte, die ein oder andere Core-Funktion verändern zu können).

Zum Energieverbrauch: Ist das eine Messung oder die Herstellerangabe? Falls Messung: Mit oder ohne aktivierter WLAN-Leistungs-Anpassung (falls das die 7050 schon kann)?
#2 Cybso (Link) on 2008-09-19 15:14
Gerade mal nachgeschaut: die Firmware gibt den Durchschnittsverbrauch unserer 7170 in den letzten 24h mit "43%" an (allerdings nicht, worauf das bezogen ist). WLAN-Leistungsreduzierung ist aktiviert (und wird nachts ganz abgeschaltet), ansonsten erfüllt sie hier aber wirklich viele Aufgaben: DSL-Modem und -Router, Telefonanlage (VoIP + ISDN), Switch (die 7170 hat vier Ports), WLAN, Printserver, Anrufbeantworter mit kleinem Fileserver für die Nachrichten, DNS-Server (dnsmasq von Freetz), Callmonitor mit Wake-On-Lan für den "richtigen" Server, usw... ein Einzelgerätepark würde mit Sicherheit einiges mehr schlucken :-)
#2.1 Cybso on 2008-09-19 15:22
ich habe vor kurzem unsere infrastruktur auch auf ein einzelnes gerät umgestellt (=FritzBox), aus demselben grund (+ nebeneffekt weniger stromkabelgewirr). ich weiß nicht wie viele netzwerkbuchsen du brauchst, aber es gibt quasi jede fritzbox ja auch mit 5 ports (uplink+4x netzwerk). ich habe mir so eine gekauft, die sind natürlich etwas teurer, aber dadurch habe ich mir den switch gespart.
#3 styx on 2008-09-23 13:33
Naja, der Punkt ist: Ich hab die nicht gekauft, sondern übrig gehabt (bzw. billig erstanden von jemandem der sie gerade nicht brauchte).

Aber da der Switch wirklich genügsam ist, bin ich im Moment ganz zufrieden.
#3.1 Hanno (Link) on 2008-09-23 14:06

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